… kurz nach Bangkok, 2 Tage dort, wieder ein interessantes Erlebnis. Das dritte Mal hier wird uns diese hektische, lebendige Stadt mit ihrem Geräuschen und Gerüchen immer sympathischer. Nach 2 Tagen ging es mit dem Bus in Richtung kambodschanische Grenze. Angekommen in Aranya Prahtet auf dem Busbahnhof, dort niedergelassen um zu Abend zu essen, 2 freundliche junge Männer und ein älterer bringen uns ein Gläschen Bier an den Tisch, daraufhin haben wir uns mit zu ihnen an den Tisch gesetzt und versucht mit deren kleinem Englisch eine Unterhaltung zu führen. Es ging so einigermaßen :-) Heraus kam jedenfalls, dass der ältere Herr kambodschanischer Grenzpolizist ist und uns das eindrucksvoll durch Waffengestik darlegte. Naja jedenfalls gut bei Bier und mit einer weiteren in der Hand verabschiedete er sich von uns, um zur Arbeit zu gehen. Sehr nett. Die anderen beiden wollten uns dann in ihr Zimmer einladen, wollten wir aber nicht. Kein Problem also chauffierten sie uns ins Guest House unserer Wahl. Ein sehr lustige Fahrt zu viert und unseren zwei Rucksäcken auf nem Moped (mit Seitenanhänger). Angekommen in der Unterkunft, alle Zimmer voll, Anruf und mit dem Hotelfräulein auf dem Moped in nen Tierladen, worüber wir dann ein Zimmer bekamen. Am nächsten Morgen mit nem großen Lasterbus zur Grenze gefahren, alle Papiere ausgefüllt, 20 Dollar je Kopf gelassen, betraten wir das Königreich Kambodscha. Sofort sieht man ein anderes Bild, alles wirkt ärmer und nicht so entwickelt wie in Thailand. Viele Holzwagen auf den Straßen, große alte Laster und vor allem Eines: schlechte Straßen.
Vergebens versucht nen öffentlichen Bus zu finden, war scheinbar zu spät? für 10 Dollar mit dem Touribus nach Siem Reap gefahren.
Von ungefähr 5-6 Stunden für 140km war die Rede. Denkste. Also rein in den Bus (14Uhr) und die Schaukelfahrt ging los. Die “Straße” ist hier ein sehr schlechter Feldweg mit tiefen und nicht zählbaren Löchern. Es rüttelt die ganze Zeit, schlafen oder relaxen unmöglich. Durch nen zugestiegen Khmer erfahren wir, dass die Fahrt mind. 7h dauert. Kurz darauf steht der Verkehr still. Nach 5 Minuten warten, steigen wir aus dem Bus aus um zu sehen was denn passiert ist. 2 große Laster steckten nebeneinander tief im Schlamm fest. Dem einem war die Achse gebrochen. Nur kleinere Autos kommen noch vorbei und müssen sich dabei tief durch den Schlamm kämpfen. Es ist jedesmal ein kleines Spektakel wenn ein Auto den Weg schafft. Alle Leute sehr relaxt, nicht wirklich interessiert das Problem zu lösen. Nach 3 Stunden warten :-) und unsererseits viel Spaß (wir haben davon gehört) fingen viele Leute in unserem Bus an, ungehalten zu werden. Es gab ein anderen Bus auf der anderen Seite. Möglich wäre es ja einfach, die Touristen auszutauschen und jeder Bus fährt zurück. Die Verhandlung darüber dauerte 2 Stunden und führte zu keiner Lösung. Naja funktioniert halt alles anders hier. Haben dann Werner aus Holland kennengelernt, der gerade seine 1.Woche seiner einjährigen Reise hinter sich hat. Sehr netter Zeitkollege, mit dem wir die nächsten Tage noch verbringen sollten. Die Dunkelheit bricht über uns herein und an dem Problem hat sich nichts geändert. Irgendwann dann auf der anderen Seite in nen kleinen Bus eingestiegen und in Richtung Siem Reap weiter. Irgendwann zwischen 2 und 3 Uhr nachts angekommen (also aus 5 mach 12). Mit Werner und Peter (aus Stuttgart) Unterkunft gesucht. Dabei wurden wir ca. 30 Minuten von nem netten Khmer auf nem Tuk Tuk begleitet, der es immer wieder versuchte uns seine Dienstleistung zu verkaufen. Wir blieben stark. Anders als in Thailand wird hier viel mehr versucht uns das Geld zu entlocken. Außerdem wird uns Angst gemacht, dass hier Räuber sind, nur um uns ins Tuk Tuk zu ziehen. Unterkunft gefunden, unseren hartnäckigen aber lieben Begleiter verabschiedet und ab ins Bett. Nach 4h Schlaf, erst um 5Uhr ins Bett (Moskitovorbereitung und Sandalen von der roten Erde befreit). Am nächsten Tag haben wir uns Fahrräder ausgeliehen, und mit Werner und Peter ein wenig die Stadt erkundet. Dann sind wir nach Angkor Wat gefahren um den Sonnenuntergang zu sehen. Der fiel wegen der vielen Wolken aus. Mit ein paar Jugendlichen geredet und jetzt kommt es: Spinnen gegessen. Die Beine sind lecker, aber das Hinterteil nicht. Zurück ins Hotel, auf dem Weg noch Bier geholt und einen sehr netten und langen Abend mit den beiden verbracht. Zu spät ins Bett, fiel der geplante Sonnenaufgang aus. Aufgestanden, Fruchtshakes, Werner wecken, Fruchtshakes, Essen vorbei an zu verkaufenden Schweinegesichtern im Markt, Fruchtshakes, bettelnde Kinder (ohne Lächeln und ohne Erfolg), wieder nach Angkor Wat. Wieder spät. Vor dem Tempel wurden unsere runtergehandelten Bananen aus dem Fahrrad von Affen gestohlen, ging es hinein. Mit nem Mönch ins Gespräch gekommen. Zeigte uns wo er wohnt und wollte am Ende unseres Gespräches noch ein wenig Geld. Ganz schön frech. Nein gesagt und weiter. Gebettelt wird schon verstärkt hier, besonders von kleinen Kindern (haben schon in ihrem Alter ein großes Schauspielertalent und schauen sehr weinerisch). Auch ist hier alles teurer als in Thailand. Z.b. kostet ein Hamburger in unserem Hotel 2 Dollar. Naja, also Essen immer bei den Lokalleuten. Morgen nächster Versuch zum Sonnenaufgang. Uns geht es immer noch sehr gut und wir genießen das neue Land und die netten Menschen hier. Nach Siem Reap geht es mit Werner (den wir sehr mögen und er uns hoffentlich auch :-) ) nach Phnom Penh, die Hauptstadt Kambodschas.

Bis die Tage
Antje und Gunnar

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2 Kommentare zu “Aus 5 mach 12 …”  

  1. Gravatar Icon 1 Sunee

    Sehr sympathischer ist Bangkok, vor allem, wenn man sich auf Nicht-Touri einlässt.
    Statt der bekannten Khao San Ecke wäre für alle Thewet mein Tipp.
    Vorteil: nicht allzu weit von Khao San Road entfernt, auch sonst recht zentral.

    Wer Bangkok 100% echt erleben möchte, sollte seine Unterkunft zB in Nonthaburi
    suchen ( mit dem Express Boat Richtung Norden, letzte Station :-) ). Dort erlebt man
    Bangkok und Thailand so richtig…

  2. Gravatar Icon 2 Ludwig Reisenbauer

    Ich sage nur : Angkor Wat ! Genial !

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