Nächstes Ziel unserer Reise ist von Phnom Penh in den Süden Thailands. D.h. zur Grenze, nach Bangkok und dann nen Nachtzug nach Surathani im Süden. Bei angekündigten 5 Stunden für die erste Strecke müssten wir gegen Mittag die Grenze erreichen und könnten am nächsten Tag schon im Süden sein… Naja, wir hatten natürlich nicht die Strassen im Kambodscha einberechnet. Zunächst super Strasse, aber dann ging die Polterei auf der Huckelpiste wieder los. Unzähligen Aufsetzern unseres Busses inbegriffen. Man fragt sich wie lange so ein Bus hier diese Strassen mitmacht. Dafür erhalten wir nochmal einen einmaligen Ausblick auf einen Teil Kambodschas. Endlose Reisfelder, der Schwerkraft nachgebende Holzhütten, große, schwarze Ochsen im Wasser, Transport-Wunder wie Mopeds mit ganzen Familien oder wahlweise ner Bettmatratze darauf, Holzrahmenfahrräder die 4 Meter lange Metallstangen fortbewegen oder Laster voll bepackt mit Leuten die irgendwo hinwollen… Ja, man könnte hier wohl noch unzählige von den interessanten Eindrücken erwähnen. Man wird einfach nicht müde aus dem Fenster zu schauen… Erst kurz vor 5 erreichten wir die Grenze, deshalb auch erst spät abends Bangkok. Keine Möglichkeit mehr für nen Zug nach Süden. Also kehren wir wieder in unserem Stamm-Guesthouse ein und sehen wie aus den Bauarbeiten dort leider nicht ein schöner Restaurant-Bereich sondern ein Anzug-Schneider-Laden entstanden ist… Am nächsten Tag geht es mit dem 3.Klasse Zug nach Surathani. Wir freuen uns über die 3.Klasse, da keine AirCon und somit nicht frieren. Die üblichen Leute steigen jede Haltestelle ein um einen interessante Lebensmittel zu verkaufen (Geleezeugs, getrockneten Fisch, Würste uvm.) Es wird langsam Nacht und so machen wir es uns bequem auf den Sitzen. Man hat ungefähr 1,10m x 0,40m Platz. Aber es ging. Ein Bus bringt uns während des Sonnenaufgangs direkt nach Surathani, wo wir eine Fähre nach Ko Samui buchen. Nach einer weiteren Stunde Fahrt durch eine interessante Felsenlandschaft erreichen wir das Pier und ab geht die Reise auf die Insel. Wir betrachten die Möwen die unserem Boot folgen und im aufgewirbelten Wasser Fische fangen. Angekommen auf Ko Samui ist man wieder umlagert von netten Taxi und Tuk Tuk Fahrern, die einem freche Preise anbieten (400Baht, wir kommen für 80Baht zu unserer Unterkunft). Unserer Bungalow liegt nah am Strand, hat ne kleine Holzterasse und bietet Platz für 3 Köpfe. Wenig Touris, es lebe die Nebensaison. Erstes baden im 30Grad warmen Wasser. Später erkunden wir die Insel und man sieht überall Baustellen (wo übrigens sehr viele Frauen arbeiten). Lange gesucht finden wir in einem Garküchen ähnlichen Restaurant lecker Essen auf ner Bambusbank. Sonnenuntergang mit leuchtend roten Himmel, um Acht ging für uns das Licht aus. Wir hatten ja schließlich in der letzten Zeit einige Kilometer hinter uns. Halb sechs aufgestanden, Sonnenaufgang am Strand und auf der kleinen Insel uns gegenüber, die man bei Ebbe erreichen kann. Um uns erwacht der Tag mit ausfahrenden Fischerbooten, 2 Seeadlern auf Beutezug uvm. Relaxen, Lesen und Schreiben. Der erste richtige Kaffee (nicht Instant) wird uns an die Liegestühle gebracht. Wir sehen viele Tiere (Eisvögel, kleine gelbe Vögel, große weiße Vogelschwärme, Fische, Geckos, Eidechsen). Heute blauer Sonnenuntergang. War etwa Bob Ross hier? Oder warum sieht der Himmel so gespachtelt, gepinselt und getupft aus? Bei dem Anblick kann man sich wunderbar vorstellen wie das Bild in mehreren Schichten aus Rose, Blau und Schwarz entstanden ist und kann fast das Pinselklappern hören. Am nächsten Tag fahren wir nach Chaweng (die Tourimeile der Insel, ähnlich wie die Khao San Road). Netter Strand, aber zu viele Touristen. Krach von startenden Flugzeugen und keine Garküchen. Wir fahren froh zu unserem ruhigen Strand zurück. Im Dunkeln gehen wir nochmal baden. Das Meer ist tief schwarz und macht einen unheimlichen Eindruck. Trotzdem gute Abkühlung. Nächster Tag, Moped ausgeliehen und einmal um die Insel. Wahnsinns Strand in ner kleinen Bucht besucht, Seafood-Spaghetti dort gegessen und umher gelaufen. Viele nette Fische und Krabben gesehen. Dann zum Zoo und Aquarium, war viel zu teuer, also zum Wasserfall. Sehr hoch, aber derzeit nur wenig Wasser. Trotzdem sehr idyllisch. In Na Thon noch Abendbrot gekauft (Frühlingsrollen, kleine gefüllte Toastbrotte und frittiertes Gemüse mit lecker lecker Sauce). Nach Hause (Gunnar darf auch mal kurz fahren) durch Palmenstraßen und viele interessante Ausblicke. Wieder mit der Fähre nach Surathani. Nach so viel Tourismus den Local Market mit Thais genossen, dabei lecker gegessen. Zu spät, keine Busse mehr zum Khao Sok Nationalpark. Also eine Nacht hier schlafen und morgen um 5:30Uhr geht es weiter. Wieder müde, gehen wir jetzt gleich ins Bett. Gute Nacht.
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