Ziemlich überstürzt gings abends von Leipzig mit Zug nach Berlin, wo uns Anja, eine Freundin von uns abholte und wir noch eine sehr nette Nacht verbringen durften.
In aller Frühe gings dann per Bus zum Flughafen und dann nach Paris. Dort viel Nebel, eine halbe Stunde Verspätung und großes Chaos - die erste große Stresssituation. Den Flug nach Houston erwischten wir nur durch extreme Sprint-Einlagen, die immer wieder durch gründliche Leibesvisitationen unterbrochen wurden. Das französische Bodenpersonal war zwar extrem entspannt, konnte damit aber dem chaotischen Menschengewühl und unzähligen Reisenden mit Abflugzeiten, die weniger als 10 Minuten (wir hatten zum Glück 13 min) in der Zukunft lagen, nicht Herr der Lage werden. Immerhin wartete unsere Maschine und wieder mit 1/2 Stunde Verspätung gings nach Houston. Die wurde aber auch nicht mehr aufgeholt und unsere anfangs mit 95 min äußerst knapp bemessene Umstiegszeit in Houston schrumpfte immer mehr - die zweite große Stresssituation. Nach einigen Verhandlungen mit dem Bordpersonal durften wir die letzten Minuten Business Class fliegen, um dann wenigstens die ersten bei der Immigration zu sein. Wieder eine Sprint-Einlage. Statt dem erwarteten mehrere 1000koepfigen Menschenbrei vor der Einreisekontrolle waren nur wenige Leute zu sehen. Wir schöpften wieder Hoffnung. Auch unser Gepäck war dank LIFO-Prinzip (Last In First Out) sofort da, aber als wir schweißgebadet 1/2 h vor Abflug beim TACA Schalter standen, hieß es: Gate schon geschlossen! Wieder einige Verhandlungen und nach 2 Telefonaten mit dem Chef dann mit offizieller Airport-Begleitung im Dauerlauf zum Gate - wir durften noch mit und dann gings auch sofort los. Dieser Flug waren wohl die enspanntesten 2 Stunden der bisherigen Reise, die dann auch gleich mit 2 Tecate-Bier gebührend gefeiert wurden.
Endlich angekommen in Belize! Feuchtheiße Luft schlug uns entgegen, plötzlich gingen die Uhren langsamer, überall Palmen um uns herum. Die ersten Leute, die wir trafen, unendlich entspannt und sehr freundlich. Ein netter Taxifahrer fuhr uns im uralten Chevrolet zu unserem Hotel in downtown Belize City und verabschiedete uns mit “Your home away from home”. Die Häuser, einfache bunten Flachbauten, säumen die Strasse, der Geruch, die Atmosphäre - alles wirkt sehr lateinamerikanisch mit der typischen karibischen Entspanntheit. Im Hotel von zwei sehr netten Garifuna begrüsst, die sich die ganze Zeit sehr vor sich hingefreut haben.
Den Abend beschließen wir noch mit zwei Belikin (dem Nationalbier von Belize) und zwei Iren auf dem Balkon und schauen dem Farbspiel der Abenddämmerung über dem Fluss zu. Angenehme Musik, Pink Floyd, Santana und natürlich viel Reggae dringt vom Belikin-Fest zu uns herüber. Belize City ist zur Zeit in großer Partystimmung - National Day und Independence Day und damit 25 Jahre als eigener Staat werden gefeiert.
Uns gehts prima - es ist einfach herrlich, wie der Alltagsstress so langsam einer karibischen Ruhe weicht.
Viele Grüsse!
Claudi und Markus
5 Kommentare zu “Odyssee in die Karibik”
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Hallo ClaudiMarkus,
schön zu lesen, dass die Reise gut geklappt hat. Ich habe heute mit Silko telefoniert und hätte fast darauf gewettet dass ihr es nicht schafft mit dem Umstieg in Houston! Verhandlungsgeschick und Voraussicht zahlen sich offensichtlich aus.
Wünsche eine angenehme Zeit. Nach dem was ihr schreibst ist es ja wie bei euch zu Hause :-)
Alex
Hej, liebe Claudi&Markus!
ich wünsch Euch auf diesem Wege noch eine erholsame und erlebnisreiche Zeit in der Karibik!!!
Es ist herrlich, von Euch zu lesen, und sogar schon Bilder sehen zu können…, fast so als wäre man dabei!
Ganz liebe Grüße aus Leipzisch,
Euer Jörg
ja , man könnte neidisch werden.
Servus aus guatemal
…hoffe ihr seid noch nach “the special bar visiting, in the dark dark room” :) jut ins hotel gekommen. wir sind nun nach 5 stunden fahrt in flores/guatemala gelandet und geniessen das heisse wetter hier. viel spass euch noch bei der tauchschule und ein paar nette tage auf cay caulker - wir hoeren uns.
gruss deny & kiki
Mensch Markus, lese mit Begeisterung eure Urlaubsberichte!!
Unglaublich eben noch gemeinsam beim Papst gewesen und schon treibst du dich mitten im Dschungel rum.
Geniesst eure Zeit und berichtet noch viel und schickt Fotos.
Liebe Gruesse von deiner “Kollegin” Uschi