Bahnfahrt nach Frankfurt: Problemlos. Flug nach Sri Lanka: Problemlos. Weiterflug nach Malaysia: Kleine Problem. Statt um 7.00 Uhr morgens ging es erst um 10.00 weiter. Diese Verspätung sorgte nicht nur für Langeweile auf dem recht ungemütlichen Flughafen von Colombo/Sri Lanka, sondern auch für ein wenig Stress in KL (Kuala Lumpur), weil Kerstin, bei der ich zunächst übernachte, und ich zu einer chinesischen Hochzeit eingeladen waren. Also hatte ich nur zehn Minuten Zeit in Kerstins Appartment und es ging schon weiter mit ihren Freunden und dem Auto nach Melaka, 2 Stunden südlich von KL. Die Hochzeit war ein echtes Erlebnis. Locker über 100 Leute in einem ziemlich feinen Hotel, 8-Gänge-Menü (z.T. super lecker) und jede Menge Alkohol. Am Tisch bei uns saßen eine Menge Freunde von Kerstin und wie auch an anderen Tischen ziemlich viele verschiedene Nationalitäten und (zumindest vom Ursprung her). “Reine” Chinesen scheint es nur noch wenige zu geben, bei vielen Gästen war irgendwann auch mal eine andere Herkunft im Spiel. Interessant ist, dass man untereinander viel Englisch spricht und auch alle Ansagen für und vom Brautpaar auf Englisch waren. Das machte die Sache für mich natürlich einfacher. Liegt wohl daran, dass Malaysia ziemlich Multi-Kulti ist. Wie gesagt, viele (Misch)chinesen, Panjabi (Indien), ein paar Europäer und Malaysier bzw. Malei (letztere sind die, die muslimischen Glaubens sind).
Nun, auf der Feier habe ich mich tapfer geschlagen: Das immer sofort nachgefüllte Glas Bier zur Zufriedenheit meiner Tischnachbarn offensichtlich zügig geleert und trotz diverser Runden Whiskey auf Ex und meines Jetlags ziemlich gut durchgehalten, was man nicht für alle sagen konnte. Und ich konnte verhindern, dass ich auf die Bühne zum Singen musste - Karaoke (gern auch ohne Textvorgabe und Hintergrundmelodie) ist in Asien ja Volkssport. Am Schluss den total betrunkenen Fahrer davon abgehalten zu fahren und stattdessen seine Freundin zu lassen, die allerdings mit Handschaltung wenig Erfahrung hatte. Nach einer halben Stunde Fahrt und einer Kotzpause für den, der eigentlich fahren wollte, haben wir das Hotel gefunden - ca. 5 Gehminuten vom Ort der Feier entfernt. Den heutigen Tag verbrachten wir größtenteils essend in Melaka (der zweite Volkssport); so ein bissl Sightseeing war auch dabei.
Morgen geht’s weiter mit dem Flieger auf die Insel Borneo. Nächster Bericht von dort.
6 Kommentare zu “Chinese Wedding in Melaka”
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Wir freuen uns schon sehr auf den Bericht von der nächsten Hochzeit (-: Warum hast Du eigentlich nicht gesungen? Beim Grad der Alkoholisierung der Gäste hättest Du sicher für gute Unterhaltung gesorgt, aber offensichtlich war Deine Promille-Zahl noch nicht hoch genug… Wenn Euer Weg ins Hotel auch etwas uneffektiv war, so war es für den vermeintlichen Fahrer vielleicht die einzige Möglichkeit, dort anzugelangen.
Es scheint dem Volk in Malaysia schlecht zu gehen - oder sind das chinesentypische Gewohnheiten, das Essen und den Alkohol so reichlich strömen zu lassen?
Und es gab keine Flecke, wie damals in Quito.
So Thommy, nun guck Dir auch das Land mal gut an und nicht nur die Restaurants! Bis bald, ciao!
Natürlich meinte ich, daß es den Malaysiern (sagt man so?), n i c h t schlecht geht, wenn es so feiern kann.
Hi Domes,
auch wie immer - du tanzt auf allen Hochzeiten…
Wir schließen uns der Frau Mama an - wie gern hätten wir an dieser Stelle einen kleinen Filmbeitrag gesehen und gehört.
Sind schon sehr gespannt, wie es (dir) weiter (er)geht auf deiner Reise.
Ich hoffe, du fragst immer höflich nach, was du da so isst.
Wie auch in Deutschland schaffst du dir mit einem entsetzten Gesichtsausdruck oder einer ablehnenden Geste in Asien auch die meisten Freunde =;-)
Also Lächeln und weiter fleißig bloggen.
Lieber Gruß aus dem Frankenland,
Roger & Stöcki
Na, wie gut, dass sie Dich nicht - bei all dem Alkohol -
auch gleich unter die Haube gebracht haben…. ;o)
grüßle aus Hamburch
Beyhan
Ich nehm’ die Verwarnung schon ernst, mein lieber Sohn, daß i c h an dieser Stelle nun eigentlich keinen Kommentar abgeben sollte…
Heute möchte ich aber ganz einfach Stöcki und Roger herzlich grüßen. Wenn wir schon einer Meinung sind, daß da echt ein kultureller Beitrag verloren ging.
Schön, über diesen Umweg etwas von Euch zu hören. Laßt es Euch gutgehen! Und herzliche Grüße von Sabine ins Frankenland!
Liebe Grüße zurück nach Chemnitz!!!!! Alles Roger hier =;-)
@Domes: Wenn du uns hier in Sachen Nachrichten auf dem Trocknen sitzen lässt - dann entwickelt sich das eben zu einem Chat der Daheimgebliebenen.
Wo steckst du also?
Pass auf dich!
Viele Grüße aus Nürnberg,
Stöcki und Roger