Aus den Cameron Highlands ging es nach KL. Am Abend Essen in einem Thai-Restaurant mit zwei Quasi-Kolleginnen von Kerstin, die für eine Woche aus UK nach Malaysia gekommen sind. Am nächsten Morgen lassen wir uns mit dem Taxi zur Busstation fahren. Leider verkehrt kein Bus nach Jerantut, wo wir hinwollen. Also nehmen wir einen nach Temerloh - er soll 10.00 Uhr fahren. Als ich gerade Frühstück besorgen will, sehen ich, dass noch noch Bus nach Temerloh fährt - 09.00 Uhr. Es ist gerade 09.00 Uhr. Da wir es diesmal eilig haben (das letzte Boot in den Dschungel soll um 14.00 Uhr fahren), kaufen wir noch mal zwei Tickets nach Temerloh bei einer anderen Company. Die Mehrausgabe können wir verschmerzen; die Fahrt kostet weniger als 2 Euro. Leider klappt es mit dem Anschluss in Temerloh nicht so gut, so dass wir dort ne Weile warten müssen und inzwischen sogar der Bus ankommt, den wir ursprünglich nehmen wollten. An der Busstatoin in Temerloh treffen wir zwei Schweden - Daniel und John, mit denen wir in den nächsten Tagen eine Weile reisen werden. Nach einigen weiteren Stunden im Bus sind wir in Jerantut. Von dort noch mal mit dem Bus zum Boot, das uns in einer dreistündigen Fahrt durch den Urwald zum “Eingang” des Nationalparks Taman Negara. Wir schlafen im Dormitory, haben ihn aber für uns. Am nächsten Morgen machen wir mehrere kleinere Treks durch den Urwald. Alles ziemlich gut ausgeschildert. Tiere sehen wir kaum, aber es sind sehr schöne Wege und viele viele Geräuche. Taman Negara lohnt sich.

Am Abend entscheiden wir uns, den Urwald schon am nächsten Tag wieder zu verlassen, da Yvonne keine Lust/Kraft mehr für längere Treks hat, es aber nur noch solche gibt. Also geht es wieder raus aus dem Dschungel nach Jerantut, von wo aus der Jungle-Train nach Kotha Baru an die Ostküste fahren soll. Die Buchung des Zugtickets erweist sich als schwierig, da anscheinend keiner so richtig Bescheid weiß, wann die Züge fahren und wie lange sie jeweils brauchen. Das einzige, was klar ist: Es gibt nur zwei am Tag. Wir entscheiden uns nach einigem Hin und Her für den “Express”, der nur 8 Stunden braucht. Am Bahnhof und im Zug treffen wir einige weitere Rucksackreisende, u.a. zwei Japaner und Eva aus Hamburg. In unserem Wagen läuft die Klimaanlage auf Hochtouren, so dass dort höchstens 15 Grad sind. Ich verbringe daher große Teile der Fahrt draußen am Ende des Zuges. Die Fahrt vergeht schnell. Gemeinsam mit den anderen fahren wir zum Hostel und bekommen zum Glück noch einen Dormitory, in den wir alle 7 passen. Abends Kartenspiel. Am nächsten Morgen gemeinsam mit dem Taxi zur Fähre auf die Perhentian Islands. Unterwegs und im Hafen regnet es sehr stark, was unsere Befürchtung fördert, es könnte auf den Inseln regnen. Die Regensaison geht an der Ostküste nämlich bis Ende Februar. Doch wir haben Glück. Nach einer halbstündigen, sehr abenteuerlichen Fahrt (da Wellen und Bootsgeschwindigkeit hoch) kommen wir bei Sonnenschein auf der kleineren der beiden Insel an. Im Nachhinein haben wir genau die richtige Zeit abgepasst. Wir hatten drei Tage sehr schönes Wetter und dennoch war die Insel noch relativ dünn bevölkert, da die Saison eben gerade erst los geht. Man konnte noch sehr deutlich bei einigen der ausnahmslos Holzhütten erkennen, was die Stürme in der Monsunzeit angerichtet hatte. Überall wurde gehämmert und gesägt, um die Hütten auf Vordermann zu bringen. Viel hatte noch nicht auf, aber für uns war es vollkommen ausreichend. Wir hatten eine schöne Hütte, die nicht mal 5m vom Strand entfernt war und einen traumhaften Blick auf die Bucht des “long beach”. Gleich am ersten Tag habe ich mir noch mal eine Thai-Massage gegönnt, wobei ich an dieser Stelle noch mal evtl. Irrtümern vorbeugen möchte (es gab Anfragen). Eine Thai-Massage ist etwas sehr schmerzhaftes, die Masseurin scheint ohne Gnade zu kneten, zu drücken, zu schlagen und zu treten. Jawohl, u.a. hält sie ein Bein fest (es wird viel mit den Beinen gearbeitet) und “tritt” mit ihrem in das selbige. Wobei dieser Tritt mehr eine Dehnung ist und weniger für blaue Flecken sorgen soll. Wie gesagt, sehr schmerzhaft, so dass ich beim Massieren mich immer fragte, warum ich gerade diese Massage gewählt habe. Ich glaube einfach, es hilft am besten gegen meine Verspannungen.

Am nächsten Tag fahre ich mit John und einigen anderen Leuten mit dem Boot zu einer Schnorcheltour. Es eine tolle Erfahrung (mein erstes Mal). Wir haben insgesamt 6 schöne Spots mit jeder Menge schöner Korallen, bunten Fischen und einer Riesenschildkroete. An einer Stelle, wo wir das Boot verlassen, begebe ich mich erst mal etwas weg von der Gruppe, weil ich “aufs Klo” muss. Als ich wieder auftauche, ist die Gruppe weg, das Boot aber zum Glück noch da. Von dort bekomme ich die Info, das Haie gesichtet wurden, man aber nicht die Flucht ergreift, sondern ihnen nachschwimmt. Ich schwimme bzw. schnorchele also in die selbe Richtung und sehe tatsächlich einen (es sollen mehrere gewesen sein). Er ist wohl etwas mehr als einen Meter groß und bestimmt ungefährlich. Leider will er sich nicht fotografieren lassen. Mit meiner Wegwerfunterwasserkamera darf das Objekt nicht mehr als 1,2 Meter weg sein. Das lässt der Hai leider nicht zu. Insgesamt ein sehr schöner und ziemlich erschöpfender Ausflug. Am Abend schauen wir uns den Sonnenuntergang auf der anderen Seite der Insel an (ca. 10min Fußmarsch). Anschließend gibt es BarBQ und Lagerfeuer. Am nächsten Morgen verabschieden wir die Schweden und sind ansonsten den ganzen Tag faul.

Heute hieß es dann auch für uns Abschied von Perhentian und seinem türkisblauen Wasser (South China See), das so klar ist, dass man auch noch weit draußen glaubt, stehen zu können und dann ne ganze Weile bis zum Grund braucht. Wir nehmen das Boot und anschließend einen Local Bus, der uns nach Kuala Terengganu bringen soll. Angeblich dauert die Fahrt nur 45min, daraus werden aber mehr als zwei Stunden. Ich muss mich wohl verhört haben. Unterwegs kommt zum ersten Mal in Malaysia so richtiges “Local Bus Feeling” auf: Zu eng, zu hart, zu laut, zu warm, zu voll, zu schlechte Strassen, zu schlechtes Radio. Aber alles harmlos im Vergleich zu alten Erfahrungen. Wir kommen 17.00 Uhr in Kuala Terenganu an. Eigentlich wollten wir spätestens morgen weiter die Ostküste runter Richtung Süden. Das Ende von Chinese New Year macht uns einen Strich durch die Rechnung, da alle Busse heute und morgen ausgebucht sind. Also verbringen wir hier erst mal eine Nacht und kümmern uns um Alternativen. Dazu mehr im letzten Bericht.

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2 Kommentare zu “Taman Negara und Perhentian Islands”  

  1. Gravatar Icon 1 Ulli

    Hallo Thomas,

    oh man, ich will auch dahin, wo das Wasser so schön türkisfarben ist und man ewig lange Strände hat. Nur auf die Haie könnte ich verzichten, aber gut…
    Wie man sieht, geht es dir gut und das freut mich. Ich hoffe, du machst fleißig Fotos und wir bekommen eine Auswahl zu Gesicht.
    Vielen Dank für deine Karte, habe mich voll gefreut!
    So, dann mal fleißig weiterschreiben, damit wir auf dem laufenden bleiben!
    Alles Liebe aus Börli!
    Ulli

  1. 1 Ring The Wedding


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