


Der Guide (Hajih Silah) von dem wir berichteten, unterbreitete uns das Angebot, auf einer kleinen Insel zu uebernachten und von dort aus spontane Ausfluege mit dem Boot und Bootfahrer zu diversen Zielen zu machen. Also keine feste Tour, sondern das nach dem uns beliebt. Hierbei ist zu bemerken, dass das Gebiet von Belum und Temenggor hauptsaechlich aus einem riesigen See (ca. 80 km lang) besteht und Festland, sowie Inseln. Belum ist die noerdliche Haelfte des Sees, Temenggor die suedliche. Um den Preis klein zuhalten, verpflegen wir uns selbst. Also bepackt mit Nudeln, Reis, Gemuese geht es mit dem Boot zur Insel. Auf der Insel ist ein kleines Ressort mit Huetten. Es leben hier noch 3 Jungs, die sich um die Unterkunft kuemmern. Wir sind die einzigen Touristen. Juchu! Es gibt einen Kuechenraum und auch sonst ist die Ausstattung komfortabler als erwartet. Sogar Duschen sind da. Meist bekochen uns sogar die Jungs, sie koennen das aber auch viel besser als wir mit den gegebenen Zutaten. :-) Viel ernten sie auch auf der Insel, z.B. Pilze, Ingwer oder Mangold. Wir verbringen entspannte 5 Tage hier, umgeben von Regenwald. Meist liegen wir in der Haengematte, lesen dort oder schlafen einfach und geniessen die Ruhe. Wir machen ein paar Ausfluege, einmal sogar mit einer 30 koepfigen malayischen Aerztegruppe zur Rafflesia (sehr grosse Blume) und einem Orang Asli Dorf (die Ureinwohner auf dem Festland Malaysias). Weiterhin besuchen wir, diesmal allein, einen Salt Lick, wo Elefanten und andere Tiere Mineralien zu sich nehmen. Hier kommen wir in den Genuss aus ca. 300 Meter einen Elefantenruf (Warnung???) zu hoeren. Das klingt jetzt vielleicht weit entfernt, Respekt hat es uns aber eingefloesst. Etwas spaeter wird starker Geruch bemerkbar. Hajih sagt, dass der Eelefant nicht mehr weit ist. Wir fluechten ins Versteck, aber der Elefant hat keine Lust auf uns und so bemerken wir ihn nur durch Baeumerascheln in circa 30m Entfernung. Trotzdem ein sehr schoenes Erlebnis fuer uns. Ausserdem haben wir hier noch das Geraeusche vorbeifliegender Hornvoegel. Man denkt fast ein Hubschrauber fliegt ueber einen :-). Den Rest der Zeit haben wir nach weiteren Mitbewohnern unserer Insel gesucht. Gefunden haben wir 2 Affenarten (Brillenlanguren, Makaken), Hornvoegel, Tausendfuessler (ca. 20cm gross), Termiten in einer grossen Voelkerwanderung und noch einiges mehr. Einzig die Koenigskobra hat sich uns nicht gezeigt, was aber vielleicht besser so gewesen ist :-). Nebenbei haben wir mit den Jungs malaiisch gelenrt und so haben wir erfahren, das der Name der Insel “Pulau Tikus”, nichts anderes als Insel der Ratten bedeutet. Diese haben wir dann auch in der Kueche und auf dem Klo einige male entdeckt. Das Erschrecken war beidseitig. Gleich faehrt unser Bus nach Kuala Lumpur. Dort nehmen wir noch die Unabhaengigkeitsfeier mit. 2 Tage spaeter fliegen wir dann nach Kuching (Sarawak, Borneo). Von dort soll es gleich in den Bako Nationalpark gehen. Also naechste Meldung vielleicht erst danach (in 10 Tagen?).
Wir sind total entspannt und geniessen die Zeit. Und unsere malaiisch wird immer besser :-)
Also Selamat tinggal
Antje und Gunnar
Ein Kommentar zu “Wir und die Ratteninsel”
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Hey ihr beiden, wow, der Bericht von der Ratteninsel fasziniert. Vor allem: Die einzigen Touris. Das hat was. Ich hoffe, es geht so weiter. Viele Glück. Domes