Heute morgen gab es ein boeses Erwachen: Wir wurden nachts beraubt, die Fenster von aussen geoeffnet und fast unser gesamter Vorrat an Fruestuecksflocken war weg. Die Uebeltaeter waren schnell gefunden: eine Horde Makaken machte sich vor unserer Huette gerade darueber her. Es gab nur 2 Moeglichkeiten, entweder den naechstbesten Stock ergreifen, oder die Kamera. Die Entscheidung fiel zugunsten der Aeffchen. Es war ohnehin nicht mehr viel zu retten. Aber der Reihe nach.
Vorgestern gings von Kuching per Bus und Boot zum Bako Nationalpark - einer der wenigen Orte der Welt, wo es noch Nasenaffen zu sehen gibt. Man kann alles sehr gut auch ohne Guide erkunden, die Wege sind gut markiert und verlaufen zum Teil auch sehr gemuetlich auf Holzstegen. Wir mussten nicht lange warten, und die ersten Nasenaffen hockten in unmittelbarer Naehe auf den Baeumen rum - sehr nett anzusehen. Wir haben mehrere (meistens schweisstreibende Kletter-) Touren unternommen. Faszinierend ist die Vielfalt der Vegetation. Von undurchdringlichem (abgesehen von den Wegen) Dickicht, Palmen- und Bambuswaeldern, bis zu lockerem Buschland, bzw. auch klimatisch von muffiger Schwuele bis stickiger Hitze je hoeher man kommt, ist alles dabei. Strand gibts hier auch, und zwar meistens in endlos malerischen Buchten mit bizarr geformten und gefaerbten Sandsteinfelsen und Regenwald, der sich bis zum Strand erstreckt.
Neben den mit einer sehr kuriosen Fellfaerbung ausgestatteten Nasenaffen (die Nasen sind zumindest bei den Maennchen auch sehr beeindruckend) und den schlitzohrigen Makaken gibts auch noch die Silver Leaf Monkeys (habe gerade den deutschen Ausdruck nicht zur Hand). Alle sehr putzig, nett ist auch der Eintrag dazu in unserem Reisefuehrer:
… It’s wise to leave the monkeys in peace - the males can be aggressive, and once you’ve seen a macaque tear open a drink can with its teeth you’ll probably be happy not to mess with them. If you get cornered, yell for the park stuff.
Gut dass ich mich mit denen nicht angelegt hatte.
Als wir nachts unterwegs waren, flattern uns unzaehlige Fledermaeuse um die Ohren, und Gluehwuermchen blinken und funkeln in den Mangroven-Waeldern um die Wette. Ein einmaliges Schauspiel.
Heute sind wir wieder in Kuching angekommen und fliegen morgen weiter ueber Miri zum Gunung Mulu Nationalpark. Dort treffen wir dann auch auf Antje, Gunnar und Marci.
Das Essen ist auch - wenn man sich darauf einlaesst und auf einem Markt wild drauf los kauft - ein interessantes, und meistens aeusserst wohlschmeckendes Erlebnis. In Kuching gibt es auch die vielen Essensstaende, wo irgendwelche Leckereien auf den Grills brutzeln. Kulinarisch sind wir bisher voll auf unsere Kosten gekommen.
8 Kommentare zu “Ausgeraubt in Bako”
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Hallo ihr beiden,
liebe Grüße auf diesem Weg. Ihr müsst ja einen festen Schlaf haben, wenn ihr nicht mal die Äffchen gehört habt.
Viel Spaß weiterhin.
Sowas ist doch immer wieder spannend - und böse ist man denn Äffchen doch auch nicht wirklich :)
Witzige Geschichte. Ich war selbst vor 4 Jahren im Bako Nationalpark gewesen. Auch wenn man wie ich auf Teneriffa wohnt, braucht man schließlich mal Urlaub. Ich war in der Lage mich erfolgreich gegen die Affenraubzüge zu wehren. *g* Aufpassen muß man allerdings, sonst neigen sich die Lebensmittelvorräte schnell dem Ende.
Na das ist ja wirklich eine putzige Geschichte. Die Äffchen scheinen ja wirklich sehr geschickt zu sein. Witzig ist auch, dass sie sich ausgerechnet Frühstücksflocken nehmen… Äffchen mit Geschmack…:-D Euer Schlaf ist definitv zu bewundern.
Nun, mit solch witzigen Begebenheiten kann ich leider nicht aufwarten. In den USA gibts die Äffchen eben nur im Zoo. Aber da gibts auch keine gescheiten Frühstücksflocken :-)
Oh man, die geschichte ist echt super. Aber die Äffchen brauchen halt auch was zu essen ;)
Oh Man ;-) Naja, andere Länder ander Sitten, seit froh, das es nur Äffchen wären, ich kenne da ganz andere Berichte von Bekannten.
Ach wie süß!
Kleine Äffchen..
Nur gut, dass ihr diese netten Tierchen in Ruhe gelassen habt.
Aber gute Diebe sind sie dennoch.