Nach einer zweistuendigen Busfahrt bin ich erneut gesund und munter in Junagadh angekommen. Nach einem weiteren Thali im Restaurant Raj Palace in der Naehe des Kalwa Chowk (ein Kreisverkehr) geht es noch eine kurze Weile zu Fuss durch die Stadt. Der Abend ist eher kurzer Natur, da ich am naechsten Tage vorhabe den Berg Girnar mit seinen ca. 8000 Stufen in 1117m Hoehe zu besteigen. Am naechsten Morgen spricht mich ein gutgekleideter Mann auf nem Moped an wo ich denn hin moechte. Ich habe mir Girnar geantwortet und schwupps wurde ich kostenfrei dorthin gefahren. Auf dem Weg zum Huegel habe ich mir noch die Edikte von Ashoka, die im dritten Jahrhundert vor Christus in Pali Schrift auf einen Felsen geschlagen wurden, angeschaut. Ein sehr kleines Haus umgibt diesen Stein und wie gewohnt kommt man als Nicht-Inder fuer 100 Rupien herein. Weiter ging die Fahrt in Richtung Treppenstufe Nummer 1. Dort gegen 10 Uhr angekommen habe ich mich noch schnell mit Wasser und Nahrung eingedeckt und mein Aufstieg beginn. Man laeuft eigentlich nur Treppen, die Anfangs noch alle 50 Treppenstufen mit der aktuellen Nummer beschriftet sind, hinauf. Dies stellt sich jedoch, besonders in der Mittagshitze, als sehr anstrengend heraus. Auf dem Weg bergauf passiert man verschiedene Tempelanlagen, die allesamt sehr beeindruckend und einfach schoen sind. Nach ca. 5000 Stufen hat man eine fantastische Aussicht ueber Junagadh und die Umgebung. Danach geht es wieder 1500 Stufen runter und weitere 1500 Stufen hoch. Dann endlich hat man den hoechsten Punkt erreicht. Ich habe fuer das Treppensteigen 2,5 Stunden gebraucht, der schnellste Mann hat es wohl in 45 Minuten geschafft. Auf dem Weg nach unten kreisten dann auf einmal 50 Geier ueber mir, was sich doch sehr komisch angefuehlt hat. Als ich wieder unten war, habe ich mich von einer Riksha direkt ans Hotel bringen lassen um dann gleich auf meinem Zimmer in einen tiefen Schlaf zu fallen. Am naechsten Tag schaute ich mir eine alte Festung (Uperkot Fort), samt buddhistischer Hoehlen, an. Erneut erhaelt man eine schoene Aussicht ueber die kleine Stadt und in den Hoehlen eine nette Abkuehlung. In der Naehe des Bahnhofs kann man sich noch ein Mausoleum anschauen, dass laut Lonely Planet eines der schoensten Beispiele indo-islamischer Architektur im Gujarat ist. Und genau so stand ich dann auch davor :-)
Bis bald
Gunnar
3 Kommentare zu “Junagadh und die 8000 Stufen des Berges Girnar”
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wow 8.000 Treppen. Das gab bestimmt Muskelkater oder ?
Boah, 2,5 Stunden Treppensteigen? Das wäre nichts für mich! Hast du denn von oben ein paar schöne Bilder gemacht? Wäre cool, wenn du welche online stellen könntest :)
Gruß Bernd
Wie schafft man 8000 Stufen in 45 Minuten bloß?